Heimspieltag in Hövelhof – Viel Einsatz, dünne Kader und starke Moral

Kategorie 1. Herren · 2. Herren · D-Jugend · Damen · Spielbericht  ·  Datum 02.03.2026

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Ein langer und intensiver Heimspieltag in der Dreifachhalle Hövelhof liegt hinter den Sandhasen. Vier Mannschaften standen auf der Platte, vier Teams mussten mit personellen Herausforderungen umgehen und dennoch wurde über den gesamten Tag hinweg großer Einsatz, viel Leidenschaft und teils sehenswerter Handball geboten.

D-Jugend sammelt wichtige Erfahrungen

Den Auftakt machte um 12:00 Uhr die D-Jugend der Sandhasen. Vom anderen Ende des Handballkreises hatte sich der TSV Bösingfeld auf die lange Reise nach Hövelhof gemacht. Die Voraussetzungen waren dabei von Beginn an klar: Die sehr junge SG-Mannschaft traf auf einen körperlich deutlich überlegenen Gegner.
Der ohnehin dünn besetzte Kader wurde durch mehrere Spielerinnen und Spieler aus der E1 und E2 ergänzt, die so frühzeitig Spielpraxis in der höheren Altersklasse sammeln konnten. Trotz großem Einsatz war gegen die robust auftretenden Gäste jedoch wenig auszurichten. Am Ende musste sich die SG deutlich mit 16:37 geschlagen geben. Das Ergebnis rückte an diesem Tag jedoch in den Hintergrund, vielmehr konnten die jungen Sandhasen wertvolle Erfahrungen sammeln, die in ihrer weiteren Entwicklung helfen werden.
Mit elf Spielern stellte die D-Jugend an diesem Heimspieltag tatsächlich den breitesten Sandhasen-Kader, was viel über die aktuelle Personalsituation bei den Senioren-Mannschaften aussagt.

Damen feiern verdienten ersten Sieg im Jahr 2026

Um 14:00 Uhr empfingen dann unsere Damen die SG Handball Detmold 3. Beide Teams verband eine bittere Gemeinsamkeit: Sowohl die Sandhäsinnen als auch die Detmolderinnen hatten zuletzt in Bösingfeld deutliche Niederlagen hinnehmen müssen und auf beiden Seiten hatte sich im Sportzentrum Hackemack jeweils eine Spielerin einen Kreuzbandriss zugezogen.
Der ohnehin kleine Sandhasen-Kader war in den vergangenen Wochen also noch weiter geschrumpft, zudem stand in dieser Woche lange ein Fragezeichen hinter der Torhüterposition. Eine kurzfristige Spielverlegung ließ sich jedoch nicht realisieren, sodass Trainer Marco Höfer schließlich mit einer Torhüterin und acht Feldspielerinnen in die Partie ging.
Und die Gastgeberinnen starteten furios. Nach fünf Minuten führte die SG bereits mit 4:1. Ein schönes Zusammenspiel mit dem Kreis sowie konsequent genutzte Chancen über Rechtsaußen legten den Grundstein für den gelungenen Auftakt. Detmold arbeitete sich jedoch zurück ins Spiel und glich in der 10. Minute zum 6:6 aus.
Drei Treffer in Folge durch Lareen Trojak sorgten wieder für eine Sandhasen-Führung und zwangen die Gäste beim Stand von 9:7 zur ersten Auszeit. Kurz darauf gingen die Detmolderinnen erstmals in Führung, vor allem getragen von ihrer stark aufspielenden Halbrechten, die sieben der ersten neun Treffer erzielte.
Die SG ließ sich davon jedoch nicht aus der Ruhe bringen. Dank wichtiger Paraden im Tor und konsequenter Abschlüsse setzte man sich wieder ab und ging mit einer verdienten 17:13-Führung in die Halbzeit.
Auch nach Wiederanpfiff präsentierten sich die Sandhäsinnen konzentrierter. Ein 4:0-Lauf brachte schnell die 21:13-Führung, und spätestens beim 26:16 in der 45. Minute war die Partie entschieden. Eine offensivere Gästeabwehr sowie einige Wechsel führten zwar noch zu technischen Fehlern und etwas Ergebniskosmetik, am Ende stand jedoch ein souveräner und verdienter 31:24-Erfolg – der erste Sieg im Jahr 2026!

2. Herren überzeugt mit starker Teamleistung

Im Anschluss empfing unsere 2. Herren die „Orcas“ der TSG Hohenhausen. Trainer Nils Hegemann konnte dabei personell sogar noch weniger Optionen aufbieten als zuvor die Damen: ein Torhüter und sieben Feldspieler standen zur Verfügung. Kindergeburtstage, Bundesliga-Fußball, Grippefälle und Verletzungen hatten den Kader im Laufe der Woche immer weiter schrumpfen lassen.
Im Hinspiel gingen die Sandhasen nach einer eigentlich guten Partie im Orcabecken mit 36:25 baden. Das Motto vor dem Spiel lautete daher: Spaß haben, schnell zurücklaufen und vorne schauen, was möglich ist.
Doch schon früh folgte der erste Schockmoment der Begegnung. Bereits in der zweiten Spielminute kugelte sich Julian Zentarra bei einer Abwehraktion einen Finger aus. Zwar konnte dieser wieder eingerenkt werden, an ein Weiterspielen war jedoch nicht zu denken. Von nun an hieß es für alle verbliebenen Spieler: durchspielen.
Und die Sandhasen reagierten beeindruckend. Mit großer Entschlossenheit setzte sich die SG früh ab und führte nach fünf Minuten mit 5:1. Die 5:1-Abwehr bereitete den Gästen Probleme, während Jonas Kreuzbusch mit starken Paraden glänzte. Auch offensiv lief vieles zusammen, inklusive eines astreinen Tunnlers von Kreisläufer Ali Şahin.
Die Orcas haderten sichtbar mit dem Harz an ihren Flossen und bekamen keinen Zugriff auf das Spiel. Nach 20 Minuten waren die Sandhasen bereits auf 13:4 davongehoppelt. Eine Auszeit von Trainer Hegemann diente anschließend vor allem dazu, seinen Spielern eine dringend benötigte Verschnaufpause zu verschaffen.
Bis zur Pause verkürzten die Gäste noch auf 15:8 und auch nach Wiederbeginn kamen sie zwischenzeitlich auf 15:10 heran. Doch die Gastgeber ließen sich die Partie nicht mehr nehmen. Ohne spielerische Glanzstücke, aber mit großer Moral brachte die Hegemann-Sieben das Spiel souverän zu Ende und gewann verdient mit 25:18. Es war bereits der fünfte Sieg in sieben Spielen seit Jahresbeginn.

1. Herren bleibt im Derby lange auf Augenhöhe

Den Abschluss des Heimspieltages bildete das Derby der 1. Herren gegen Detmold. Personell war die Lage hier besonders angespannt: Lediglich sechs Feldspieler aus dem eigentlichen Kader standen Trainer Stefan Baier zur Verfügung. Um überhaupt Wechseloptionen zu haben, halfen drei Spieler der Zwoten aus, die alle bereits 60 Minuten Spielzeit in den Beinen hatten.
Trotzdem erwischten die Sandhasen einen Start nach Maß. Nach sechs Minuten brachte Philipp Bünte seine Mannschaft mit 5:2 in Führung. Die Gäste aus der Residenzstadt ließen sich jedoch nicht abschütteln, glichen in der 17. Minute per Siebenmeter zum 10:10 aus und konnten anschließend mit einem sehenswerten Unterarmwurf ihre erste Führung erzielen.
Es entwickelte sich ein intensives Derby mit wechselnden Führungen. Vor allem Torhüter Karsten „Katze“ Köster zeigte eine überragende Leistung und hielt seine Mannschaft mit zahlreichen Paraden im Spiel. Kurz vor der Pause häuften sich jedoch unnötige Ballverluste, sodass Detmold mit einer 15:17-Führung in die Kabine ging.
Auch nach dem Seitenwechsel blieb die Partie offen. Rückraumtreffer von Niclas Rudolphi hielten die Sandhasen weiter im Spiel, doch der Ausgleich konnte nicht in eine eigene Führung umgemünzt werden. Als Detmold in der 45. Minute auf 22:24 stellte, kam die zweite Baier-Auszeit. Es folgte das letzte Aufbäumen der Sandhasen, die SG kämpfte sich durch Treffer von René Hansen, Philipp Bünte und Marc Böger bis auf ein Tor an die Detmolder heran.
In der Schlussphase schwanden jedoch sichtbar die Kräfte. Eine Unterzahl spielte den Gästen zusätzlich in die Karten und sie konnten sich nun entscheidend absetzen. Das 28:34 fiel am Ende deutlicher aus, als es der Spielverlauf lange hergegeben hatte.

Viel Einsatz – große Anerkennung

Vier Mannschaften, die an diesem Heimspieltag alles investierten und trotz schwieriger personeller Voraussetzungen das Maximum herausholten. Einsatz, Zusammenhalt und Moral prägten den gesamten Tag in der Dreifachhalle.
Ein großes Lob an alle Teams, verbunden mit der Hoffnung, dass sich die aktuell sehr dünnen Kader in den kommenden Wochen wieder entspannen werden.