Ende Juni konnte unsere ehemalige männliche E-Jugend (Jahrgänge 2015 & 2016) bei der Finalrunde der Mini-Europameisterschaft einen hervorragenden dritten Platz erreichen. Damit ließen unsere Nachwuchs-Sandhasen insgesamt 21 Mannschaften aus dem gesamten Handballverband Westfalen hinter sich, eine Leistung, die sich mehr als sehen lassen kann.
Nach dem starken zweiten Platz in der Hauptrunde in Verl reiste die Mannschaft von Sascha Zeller und Yasmin Lutz mit viel Selbstvertrauen zur Finalrunde nach Nordhemmern.
In der Finalgruppe warteten mit der HSG Gevelsberg Silschede (Nordmazedonien) und dem TV Friesen Telgte (Tschechien) zwei neue Gegner auf die Sandhasen. Die andere Finalgruppe bestand aus der JSG LiT 1912 (Schweiz), dem SuS Oberaden (Italien) sowie dem TuS Bommern (Serbien), der als einziges neues Team dort hinzukam.
Während der gesamten Finalrunde bekamen die zahlreichen Zuschauer hochklassige und spannende Spiele auf Augenhöhe zu sehen. Trotz sommerlicher Temperaturen herrschte in der Halle eine fantastische Atmosphäre. Eltern und Fans aller Mannschaften feuerten ihre Teams lautstark an und sorgten für echtes EM-Flair. Auch unsere zahlreichen Sandhasen-Fans machten ordentlich Stimmung und unterstützten die Mannschaft während des gesamten Turniers hervorragend. Passend zum schwedischen EM-Outfit wurde dieses für die Finalrunde sogar noch mit gelben Socken ergänzt.

Zum Auftakt trafen unsere Jungs auf den TV Friesen Telgte. Körperlich war der Gegner deutlich überlegen, nahezu alle Spieler waren einen Kopf größer als unsere Nachwuchs-Sandhasen. Davon ließ sich die Mannschaft jedoch nicht beeindrucken.
Nach einer frühen 2:0-Führung übernahmen zunächst die Münsterländer die Kontrolle über das Spiel und lagen bis zur 11. Spielminute mehrfach in Front. Doch dann drehten unsere Jungs richtig auf. Mit einem beeindruckenden 5:0-Lauf verwandelten sie einen 6:8-Rückstand in eine 11:8-Führung. Telgte kämpfte sich zwar noch einmal mit drei Treffern in Folge zurück, doch diesmal hatten die Sandhasen das nötige Quäntchen Glück auf ihrer Seite. Im schwedischen Trikot setzte sich unsere Mannschaft schließlich mit einem Tor Vorsprung gegen die tschechische Vertretung durch.
Besonders hervorzuheben waren in dieser Partie Torhüter Titus, der mit zahlreichen Paraden glänzte, sowie Luke, der nicht nur sechs Tore erzielte, sondern auch in der Abwehr eine starke Leistung zeigte.
Als nächster Gegner wartete die HSG Gevelsberg Silschede.
Doch unmittelbar vor dem Anpfiff musste die Mannschaft zunächst einen Schock verdauen. Einer unserer Jungs zog sich bei einem Treppensturz einen Armbruch zu und musste noch vor Spielbeginn ins Krankenhaus gebracht werden.
Auch an dieser Stelle wünschen wir ihm nochmals von Herzen gute Besserung und eine schnelle Genesung!
Die Ereignisse gingen an der Mannschaft verständlicherweise nicht spurlos vorbei. Die Sandhasen erwischten einen schlechten Start und gerieten früh mit 1:4 in Rückstand. Gegen die sehr defensive und körperbetonte Spielweise der Gegner tat sich unsere Mannschaft zwar schwer, zeigte insgesamt aber dennoch eine ordentliche Leistung. Am Ende musste man sich mit 9:12 geschlagen geben. Mit etwas mehr Konzentration und einer konsequenteren Chancenverwertung, insbesondere bei den Penalties, wäre durchaus mehr möglich gewesen.
Damit war klar: Jetzt geht es um die Bronzemedaille.
Im Spiel um Platz drei wartete mit dem SuS Oberaden ein Gegner, den unsere Mannschaft bereits in der Hauptrunde überzeugend mit 16:6 bezwungen hatte.
Die Motivation war entsprechend groß. Für den verletzten Mannschaftskameraden wollten die Jungs unbedingt noch einmal alles auf der Platte lassen und ihm eine Medaille mit nach Hause bringen.
Vor allem Leonel drückte der Partie seinen Stempel auf. Mit sechs Treffern und zahlreichen gewonnenen Eins-gegen-eins-Situationen war er kaum zu stoppen.
Die Sandhasen gingen früh in Führung und gaben diese bis zum Schlusspfiff nicht mehr aus der Hand. Vor allem im zweiten Durchgang kontrollierte die Mannschaft das Spielgeschehen und ließ Oberaden kaum noch zur Entfaltung kommen. Mit einem verdienten 15:11-Erfolg sicherten sich unsere Jungs schließlich die Bronzemedaille und durften sich bei der Siegerehrung über ihre wohlverdienten Medaillen freuen.

Auch wenn in diesem Bericht ausnahmsweise einmal drei Spieler namentlich hervorgehoben wurden, war der Erfolg letztlich das Ergebnis einer geschlossenen Mannschaftsleistung. Jeder einzelne Spieler hatte im Laufe des Turniers seine besonderen Momente und trug seinen Teil dazu bei, dass die Sandhasen eine so erfolgreiche Mini-EM spielen konnten.
Mit dem dritten Platz bei der Mini-Europameisterschaft belohnten sich die Jungs und das Trainerteam um Sascha Zeller und Yasmin Lutz eindrucksvoll für die harte Arbeit der vergangenen Saison.
Abschließend gilt dem Handballverband Westfalen ein großes Kompliment für die Organisation der Mini-EM. Das Turnier war von Beginn bis Ende ein rundum gelungenes Event. Die Finalrunde in Nordhemmern, hervorragend ausgerichtet von der JSG LiT 1912, bildete das i-Tüpfelchen und den perfekten Abschluss dieser außergewöhnlichen Veranstaltung. Neben vielen spannenden Spielen entstanden hier auch zahlreiche neue Kontakte zwischen den Trainerinnen und Trainern
