Training pausiert bis November

Training pausiert bis November

– – – Vorstandsrundschreiben – – –

Maßnahmen im Rahmen der Feststellung der Gefährdungsstufe 2 nach § 15a CoronaSchVO in Lippe

Liebe Sportler*innen und Eltern,
liebe Übungsleiter*innen und Betreuer*innen,

der Kreis Lippe hat am 23. Oktober 2020 eine Allgemeinverfügung erlassen und damit die Gefährdungsstufe 2 im gesamten Kreisgebiet festgestellt. Zudem hat der Handballkreis Lippe e.V. mit selbem Datum den gesamten Spielbetrieb auf Kreisebene bis Ende November ausgesetzt.

Aufgrund der derzeitigen Entwicklung erlässt der Vorstand der Spielgemeinschaft, in Abstimmung mit dem Abteilungsvorstand der TuSG 1920 Augustdorf e. V. und dem Vorstand des Handball Club Hövelhof e. V. folgende Regelungen:

  1. Der Trainingsbetrieb wird für alle Mannschaften bis einschließlich 31. Oktober 2020 ausgesetzt.
  2. Die Mannschaften der Spielgemeinschaft werden, ungeachtet möglicher Sanktionen, bis zum 30. November nicht am Spielbetrieb teilnehmen.

Begründung:
Der Vorstand der Spielgemeinschaft sieht sich in der Pflicht, Regelungen zum Schutz vor Infektionen zu treffen, sollte die Gefährdungslage dies erfordern. Dies erfolgt zum einen vor dem Hintergrund des Schutzes der Sportlerinnen und Übungsleiterinnen, aber auch zum Schutz der Allgemeinheit. Im Kinder- und Jugendbereich sieht der Vorstand insbesondere im Bezug auf die Schulen ein erhöhtes Risiko.

Aufgrund der dynamischen Lage wird der Vorstand, in Abstimmung mit den beiden Stammvereinen, dauerhaft die Entwicklung beobachten. Der Vorstand behält sich ausdrücklich weitere Maßnahmen vor.

Zu I.
Durch die Allgemeinverfügung vom 23. Oktober 2020 wurde die Gefährdungsstufe 2 für den Kreis Lippe festgestellt. Damit verbunden sind weitere Einschränkungen, um eine zu starke Infektionswelle verhindern zu können. Eine Begründung für die oben getroffene Entscheidung lässt sich hierbei direkt aus der Allgemeinverfügung ableiten:

„Das Infektionsgeschehen im Kreis Lippe ist nicht ausschließlich auf bestimmte Einrichtungen o.ä. zurückzuführen und einzugrenzen. Daher wird das Erreichen der Gefährdungsstufe 2 für das [gesamte] Gebiet des Kreises Lippe festgestellt. […]

[D]as Gesamtgeschehen [stellt sich] als höchst dynamisch und diffus dar. So kann nicht von einzelnen lokal oder sachlich eingrenzbaren Geschehnissen ausgegangen werden […]. Mittlerweile sind alle Bereiche des täglichen Lebens betroffen; nicht zuletzt darauf ist auch der deutliche Anstieg der Infektionszahlen zurückzuführen. […]

Da es auch keine Mobilitätseinschränkungen im Kreisgebiet gibt, kann zudem nicht ausgeschlossen werden, dass das Infektionsgeschehen trotz der verschärften Schutzmaßnahmen in diesen Gemeinden unterhalb des Grenzwertes bleibt. Dahinter müssen die jeweiligen Individual- bzw. Partikularinteressen zugunsten der Wahrung des Infektionsschutzes und damit zur Wahrung der körperlichen Unversehrtheit zeitlich begrenzt zurückstehen. […]

Es wird das Ziel verfolgt, die Infektionen in Deutschland so früh wie möglich zu erkennen und die weitere Ausbreitung des Virus so weit wie möglich zu verzögern. Damit sind gesamtgesellschaftliche Anstrengungen wie die Reduzierung von sozialen Kontakten mit dem Ziel der Vermeidung von Infektionen im privaten, beruflichen und öffentlichen Bereich sowie eine Reduzierung der Reisetätigkeit verbunden. […]“

In den letzten Tagen wurde von Experten und Verantwortlichen in Bund und Land immer wieder betont, dass in dieser außergewöhnlichen Lage versucht werden muss, die sozialen Kontakte auf ein Minimum zu reduzieren und möglichst zu Hause zu bleiben. Dieser gesamtgesellschaftlichen Herausforderung sehen wir uns als Sportler*innen besonders verpflichtet.

Der Einwand, dass eine Einschränkung des Sports durch den Gesetzgeber derzeit nicht vorgesehen ist, kann dabei nur bedingt entsprochen werden. Hierbei ist zu bedenken, dass erst nach dem Bund-Länder-Treffen am 15. Oktober 2020 die Infektionszahlen deutlich gestiegen sind. Zudem wurden erstmalig am 21. Oktober mehr als 10.000 Neuinfektionen binnen eines Tages festgestellt.

Innerhalb der kommenden Woche sollen zudem Möglichkeiten für ein kontaktloses bzw. kontaktfreies Training zusammengefasst und den Übungsleiter*innen zur Verfügung gestellt werden. Dies soll eine Hilfestellung für die Mannschaften sein, auch für den Fall, dass zusätzliche Maßnahmen durch den Bund oder das Land erlassen werden.

Zu II.
Die Teilnahme am Spielbetrieb ist für den Vorstand ausgeschlossen. Aus diesem Grund werden sämtliche Spiele bis einschließlich 30. November 2020 nicht angetreten bzw. es wird eine Verlegung beantragt. Die Entscheidung des Handballkreises Lippe ist vernünftig und nachvollziehbar und wird vom Vorstand der Spielgemeinschaft ausdrücklich unterstützt.

Mit sportlichen Grüßen

gez. Mats Uffe Schubert
Spielgemeinschaftsleiter

Vorstand

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